John Baileys neue Messerwerf - Technik

und das Video dazu

Nach einer Mittagspause gingen John und ich nun ernsthaft an die Arbeit, sprich ans Messerwerfen. Praktischerweise hatte Böker für eine Gala-Vorführung von John ein Luxus-Ziel gebaut, das für uns nun im Hof aufgestellt wurde. John ging daran, mir seine Wurftechnik zu erklären.
Nach ein paar Übungsschlägen auf den Stock (siehe weiter unten) steckte gleich das erste geworfene Messer! Zwar ging es nicht so weiter, aber mit der Zeit entwickelte ich mit Johns Hilfe eine gute Treffsicherheit. Außerdem fühlte sich die Wurfbewegung immer natürlicher an, ich fing an sie besser zu finden als den hektischen Wurf mit leichten Messern. Am Schluß spielten wir dann noch ein wenig herum und pinnten Luftballons an die Holzwand, die man dann der Reihe nach platzen lassen musste. Dabei probierte ich auch zum ersten Mal Johns Starlight-Teacher-Wurfmesser aus, das eine Platzpatrone abfeuert, wenn es gerade ins Holz geworfen wird. Hat viel Spaß gemacht!
Aber nun will ich euch die Wurftechnik natürlich nicht vorenthalten:

Bemerkung:  
Man sollte sich zusätzlich zu dieser Seite noch meine Messerwerf-Anleitung durchlesen, in der einige grundsätzliche Sachen erläutert sind.
Danach kann man sich anhand einer Spezialaufnahme ansehen, wie Johns Bewegungen beim Wurf aussehen.

Hammergriff Der Griff(Erklärung für Rechtshänder):
Das Messer wird zum Wurf in einem modifizierten Hammer-Griff gehalten: Den Griff wie einen Hammer anpacken, und den Daumen auf die Schmalseite des Messers legen (siehe Bild); nun aber das Messer so weit vorne aus der Faust herausziehen, dass der kleine Finger vielleicht gerade noch das Messer berührt. Durch diese kleine Änderung wird das Loslassen des Wurfmessers einfacher, und die Flugbahn stabiler.
Bei nicht geschliffenen Messern kann man den Hammergriff auch benutzen, um an der Klinge anzufassen und so zu werfen. Hier wird man darauf achten, dass die Spitze mindestens 1 cm über die Hand hinausragt, damit man sich nicht an der spitzen Spitze piekst.
John verwendet für seine Tan-Kris einen Klingengriff, bei dem der Daumen auf der einen und die anderen 4 Finger auf der anderen Flachseite des Messers sind und dieses einklemmen. Der kleine Finger stützt nur ein wenig die Messerspitze, die drei anderen Finger sind leicht gespreizt. Allerdings braucht man hierfür ganz schöne Muskeln!

Die Grundhaltung Der Stand (siehe Bild links):
Der rechte Fuß ist hinten. Vor ihm kratzt man sich als Distanzmarke eine Linie in den Boden oder legt einen Stein daneben. Der linke Fuß ist zwei Fußlängen davor, die Fersen sind fast auf einer Linie. Die Füße bilden einen 45°-Winkel (linker 12 Uhr-, rechter 1:30 Uhr-Stellung). Beide Knie beugen, das Vordere mehr. Das Gewicht ist hauptsächlich auf den Fußballen.
Die beiden Arme sind locker nach vorne auf das Ziel zu gestreckt, die Hände nebeneinander.

Der Wurf:
Hierzu hat John Bailey eine Übung entwickelt, die den Bewegungsablauf eintrainiert: Man stelle sich vor, man stehe in der Grundstellung, mit dem linken Knie an einem niedrigen Gartenzaun; Auf der anderen Seite ist ein Ast, den man mit dem Messer abschlagen möchte. Leider ist dieser ein ganzes Stück weg, so dass man sich strecken muss, um ihn zu erreichen. Nun holt man aus und versucht, diesen Ast durchzuschlagen (siehe Bild unten). Am besten ist es, wenn man dabei auf einen wirklichen Stock einschlägt (ein Ast oder von einem Freund gehalten) und ihn durchzuhauen versucht.
Nachdem man das einige Male durchexerziert hat, nimmt man das Messer und läßt einfach in dem Moment los, da es auf das Ziel zeigt!
Der Vollständigkeit halber hier der ganze Bewegungsablauf aus der Grundstellung: Die rechte Hand geht in einer natürlichen Bewegung nach hinten oben, bis der Ellenbogen auf der Höhe der Schulter ist (im Bild ganz unten auf der Seite bin ich nicht hoch genug oben!). Das Messer zeigt in den Himmel, die Hand ist etwas hinter unserem Rücken. Sobald diese Stellung erreicht ist, beginnt flüssig der Wurf: Die Hand geht nach vorne auf das Ziel zu, dabei Arm und Schulter nach vorne strecken (der Ast ist zu weit weg). Das Messer aus der Hand gleiten lassen, sobald es genau auf das Ziel zeigt. Danach die Vorwärtsbewegung noch ein Stück weiterführen (der sog. follow through). Diesen Ablauf kann man sich anhand einer Spezialaufnahme von John beim Werfen mal ansehen.
Wie man das Messer gerade (oder überhaupt) ins Holz bekommt, kann man im Trainings-Abschnitt der Wurfanleitung nachlesen. Bitte die Entfernung zum Ziel nur 10cm - Weise verändern! Vergesst nicht, die Bodenmarkierung anzupassen.
Wie gesagt, zu dieser Wurftechnik hat John Bailey ein Anleitungsvideo herausgebracht, dass ihr hier bei Wurfmesser.de kaufen könnt.

Den Bewegungsablauf antrainieren
John hält den Zweig hinter dem Gartenzaun, den ich durchschlagen soll. Mein Ellenbogen sollte eigentlich ein ganzes Stück höher sein.

 
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Englisch: John's knife throwing technique (special knife throwing style)