Faka Wurfmesser

Faka Wurfmesser

(externer Link / neues Fenster)Dalmo Mariano aus Brasilien probierte in seiner Werkstatt lange herum, bis er die für ihn perfekte Wurfmesser-Form fand: das Faka. Es wird erst mit einem Laser aus 4,5mm dickem Stahl geschnitten, dann die Abschrägungen in Handarbeit eingeschliffen. Der Werkstoff ist ein guter brasilianischer unlegierter Stahl mit mittlerem Kohlenstoffgehalt, fest und verlässlich. Er ist auf eine Härte im Bereich der unteren 40er gebracht (Rockwell-Skala) - ein Wurfmesser soll bei starker Beanspruchung lieber nicht brechen, sondern sich verbiegen, damit man es leicht wieder in Form bringen kann. Aber nicht einmal letzteres war nötig, zwei Testwürfe gegen eine Betonwand konnten dem Faka, abgesehen von ein paar Kratzern an der Spitze, nichts anhaben.

Die Spitze ist ausgeführt und steckt gut im Holz, die Schneide ist nur angedeutet, es wurden 2mm Steg stehen gelassen. Dadurch kann man das Wurfmesser sowohl vom Griff als auch von der Klinge mit dem Standard-Hammergriff werfen, ist nicht auf einen bestimmten Wurfstil festgelegt. Schon mittels kleiner Veränderung der Griffhaltung kann man die Rotation des Messers gut beeinflussen. Die Erhebung am Klingenrücken ist perfekt plaziert, um dort den Daumen aufzulegen. Da das Faka (nach Portugiesisch "Faca" = Messer) nicht auf Hochglanz poliert wird, ist es sehr griffig.

Das Wurfmesser gibt es in zwei Varianten: Das normale Faka ist 26cm lang und wiegt 220g. Es dreht sich sehr schnell, auf 1,4m Flug* macht es eine ganze Umdrehung! Aus einer Entfernung von 3,8m steckt es bei mir mit zwei Umdrehungen sicher.
Das große Faka ist 35cm lang und wiegt 380g! Damit ist es hervorragend für Profis geeignet. Es braucht 2,4m für eine Umdrehung, steckt also aus einer Entfernung von 3,5m mit einer vollen Umdrehung (wichtig für Wettbewerbe).

Der Schwerpunkt ist bei beiden Wurfmesser-Varianten ungefähr mittig. Neues Design des Faka-Wurfmessers (dritte Generation).Weil die Messer in kleinen Stückzahlen produziert werden, können sich die Spezifikationen (Maße, Gewicht, Beschichtung) von Serie zu Serie etwas ändern, erst recht da das Design ständig verbessert wird. Beispielsweise sind in der aktuellen dritten Generation (siehe Bild) die großen Modelle etwas schlanker und kürzer geworden - gleichzeitig aber auch dicker, und damit schwerer. Ingesamt haben sich die Faka in ihrem Aussehen noch mehr einem prototypischen Messer angenähert. Durch den angeschrägten Klingenrücken dringen sie gut ins Holz ein.

Das Faka wurde von einem Bastler als Grundlage für ein Feuer-Wurfmesser hergenommen.



* Diese Entfernungsangaben beziehen sich auf einen bestimmten Wurfstil und können natürlich bei jedem Werfer variieren. Sie sind allerdings gute Richtwerte.
 


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Englisch: Faka professional throwing knife